Vorwürfe gegen Landeskrankenhaus-Geschäftsführer entkräftet

Mainz/Andernach – Der Geschäftsführer des Landeskrankenhauses in Rheinland-Pfalz ist vom Vorwurf angeblicher Missstände bei der Personalführung entlastet worden. Eine externe Kanzlei war eingesetzt worden, um die anonym vorgebrachten Vorwürfe gegen Alexander Wilhelm zu untersuchen.
Die Kanzlei habe jeden Stein umgedreht, um sich ein umfassendes Bild über die Vorgänge zu machen und den Geschäftsführer nun entlastet, erklärte Rheinland-Pfalz` Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD). Der Aufsichtsrat habe daraufhin beschlossen, Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung mit Wilhelm zu führen. Der SWR und die Rhein-Zeitung hatten zuvor darüber berichtet.
Die anonymen Hinweise bezogen sich der Kanzlei zufolge auf Berichtspflichten des Geschäftsführers gegenüber dem Aufsichtsrat, die Trennung von Mitarbeitern, die Vergabe von Dienstleistungen und Bilanzen. Bei der Prüfung sei kein Verstoß gegen Gesetze festgestellt und auch kein Schaden nachgewiesen worden.
Das Landeskrankenhaus ist der größte Krankenhausträger im psychiatrisch-psychotherapeutischen und neurologischen Bereich in Rheinland-Pfalz. Es gibt mehr als 5.400 Beschäftigte an 30 Standorten. Aufsichtsratsvorsitzende ist die Staatssekretärin im Landesgesundheitsministerium (MWG RLP) Nicole Steingaß (SPD).
Das Landeskrankenhaus kämpft mit finanziellen Problemen und rechnet mit einem Millionenverlust für das abgelaufene Geschäftsjahr. Nach Angaben von Steingaß beläuft sich das prognostizierte Defizit des Landeskrankenhauses für das Geschäftsjahr 2025 auf 11,8 Millionen Euro. Vier von fünf Einrichtungen seien defizitär. Es würden vor allem Personalkostensteigerungen zu Buche schlagen.
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