Weiter Sorgen um Finanzierung psychotherapeutischer Weiterbildung

Hannover – Die Psychotherapeutenkammer Niedersachsen (PKN) zeigt sich besorgt wegen der nach wie vor bestehenden gesetzlichen Finanzierungslücke der benötigten Weiterbildungsstellen.
Diese müsse auf Bundesebene dringend geschlossen werden, hieß es gestern bei einem Treffen zwischen PKN und dem niedersächsische Gesundheitsminister Andreas Philippi (SPD).
Aus Sicht der Psychotherapeutenkammer werden innerhalb der kommenden fünf bis sechs Jahre etwa 1.250 Stellen für die fachpsychotherapeutische Weiterbildung benötigt, um den gegenwärtigen Stand der Versorgung aufrecht halten zu können. Werde nicht endlich in den psychotherapeutischen Nachwuchs investiert, drohten erhebliche Versorgungsengpässe.
Philippi rief den Bund auf, Position zu beziehen. Es bedürfe „seitens des Bundes eine klare Aussage, wie die Finanzierung in den kommenden Jahren aufgestellt werden soll“, sagte er.
Es sei ihm ein wichtiges Anliegen, dass die PKN und das Gesundheitsministerium an einem Strang zögen und sich gemeinsam für ein bedarfsgerechtes Weiterbildungsangebot einsetzen. „Wir haben dazu im Bundesrat schon einen ersten Impuls gesetzt.“
Ende September 2023 hatte der Bundesrat den Bund mit einem Entschließungsantrag aufgerufen, die Finanzierung der psychotherapeutischen Weiterbildung zu sichern.
Dennoch sind im laufenden Gesetzgebungsverfahren des Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetzes (GVSG) noch immer keine ausreichenden Finanzierungsmöglichkeiten festgehalten.
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