Weltgesundheitsorganisation stellt neue ICD-Fassung zur Diskussion
Köln – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die elfte Revision der Internationalen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD) zur Diskussion fertig gestellt. Interessierte können die sogenannte Betaversion kommentieren und mittels eines neuen Tools strukturierte Vorschläge unterbreiten. Darüber hinaus wurde der wissenschaftliche Review-Prozess eröffnet, zu dem die WHO Wissenschaftler aller Fachgebiete einlädt. Darauf hat das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) hingewiesen.
Die ICD dient weltweit zur Verschlüsselung von Diagnosen. Im Augenblick gilt die ICD-10. Das DIMDI überarbeitet die ICD-Versionen der WHO und passt sie im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit an die Gegebenheiten in Deutschland an.
Die WHO wünscht sich für ihre neue ICD-Ausgabe ausdrücklich Input aus Deutschland. Das DIMDI empfiehlt deutschen Experten, sich an Vorschlagsverfahren und Review-Prozess zu beteiligen. Dies soll sicherzustellen, dass nationale Anforderungen an die ICD-11 so gut wie möglich berücksichtigt werden.
Im Augenblick plant die WHO, dass die sogenannte World Health Assembly (WHA) die neue ICD-11 im Jahr 2017 verabschieden soll, eine Implementierung soll ab 2018 möglich sein. Wann die neue Fassung in Deutschland gilt, ist laut dem DIMDI noch unklar.
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