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Welttag der sexuellen Gesundheit: Beschwerden ohne Scham ansprechen

  • Freitag, 4. September 2026
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Hannover/München – Die Menschen in Deutschland wissen zu wenig über sexuell übertragbare Infektionen (Sexually Transmitted Infections, STI) wie Chlamydien-Infektionen, Gonorrhoe, Syphilis oder HIV. Darauf weist die Ärztekammer Niedersachsen zum heutigen Welttag der sexuellen Gesundheit hin und verweist dazu auf die Studienlage.

„Deshalb ist es wichtig, wie es bei HIV schon lange der Fall ist, besser in der Schule über sämtliche sexuell übertragbaren Krankheiten zu informieren“, empfiehlt der stellvertretende Präsident der Kammer, Thomas Buck.

„Wollen wir Ansteckungen und die Weitergabe von Infektionen verhindern, müssen wir Jugendliche und junge Erwachsene über gesundheitlich beeinträchtigende Verhaltensweisen, über Risikofaktoren, aber auch über Präventionsangebote wie zum Beispiel die Impfung gegen Humane Papillomviren, also HPV, aufklären“, so Buck.

Der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte (BVF) und die Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG) weisen zu dem Welttag daraufhin, das sexuelle Beschwerden Menschen jeden Alters treffen könnten und plädieren dafür, nicht nur körperliche, sondern auch psychische Aspekte zu betrachten.

Brennen beim Wasserlassen, Juckreiz, Hautveränderungen, ungewöhnlicher Ausfluss, Zwischenblutungen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr können laut den beiden Organisationen auf eine STI hinweisen.

Viele dieser Beschwerden seien jedoch nicht eindeutig und sollten immer auch frauenärztlich abgeklärt werden. Ein Großteil der STI verlaufe zudem häufig ohne erkennbare Symptome – etwa Infektionen mit Chlamydien, Humanen Papillomviren oder eine Gonorrhö.

„Viele Menschen unterschätzen ihr persönliches Risiko, sich mit einer STI anzustecken, deutlich. Wer Veränderungen bemerkt oder sich nach einer möglichen Ansteckung unsicher ist, sollte sich deshalb beraten und gezielt testen lassen. Die meisten STI lassen sich gut behandeln, wenn sie rechtzeitig erkannt werden,“ betont Norbert Brockmeyer, Präsident der DSTIG.

Der Welttag der sexuellen Gesundheit wurde im Jahr 2010 von der World Association for Sexual Health (WAS) ins Leben gerufen und findet jedes Jahr am 4. September statt.

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