Ärzteschaft

Weniger ausländische Ärzte absolvieren Sprachprüfung in Sachsen-Anhalt

  • Dienstag, 16. Juni 2026
/picture alliance, Marc Tirl
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Magdeburg – Die Zahl der Mediziner, die einen Sprachtest absolviert, um in Sachsen-Anhalt arbeiten zu dürfen, ist zurückgegangen. Das zeigt Daten der Landesärztekammer Sachsen-Anhalt (LÄKSA).

Demnach wurden im vergangenen Jahr 264 Erstprüfungen abgelegt. 2024 waren es 307 gewesen, 2023 insgesamt 315. Hinzu kamen jeweils Wiederholungsprüfungen. Die Durchfallquote ist nicht unerheblich: Im vergangenen Jahr lag sie bei 30 Prozent, 2024 noch bei 32,8 Prozent.

In diesem Jahr zeichnet sich ein weiterer Rückgang bei den Prüfungen ab. „Wir verzeichnen aktuell einen Rückgang um knapp 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, so eine Kammersprecherin.

Der Deutschtest für ausländische Ärzte war zum Jahresbeginn 2015 eingeführt worden. Ziel war, die Sprachkenntnisse ausländischer Ärzte genauer zu prüfen. Bis zu den Tests mussten die Mediziner vor ihrer Zulassung nur ein gewisses Sprachniveau nachweisen.

Die häufigsten Herkunftsländer der Prüflinge waren Aserbaidschan, Syrien, Ukraine und Russland, wie es weiter hieß. Nach Angaben der LÄKSA sind Aserbaidschaner die größte ausländische Ärztegruppe.

Zusammen waren es zum Ende des Jahres 2025 164 Medizinerinnen und Mediziner gewesen mit einem Anteil von acht Prozent, gefolgt von 159 Ukrainern (7,8 Prozent), 153 Syrern, 152 Medizinern aus der Russischen Föderation und 151 Rumänen. Viele sind schon jahrelang in Sachsen-Anhalt tätig.

Insgesamt gibt es der Ärztekammer Sachsen-Anhalt zufolge etwa 10.300 berufstätige Ärzte, davon etwa 1.900 aus dem Ausland. Die wenigsten der ausländischen Ärzte sind als niedergelassene Mediziner tätig. Es waren zum Jahresende 2025 rund 90.

In Krankenhäusern oder Rehakliniken waren den Angaben zufolge etwa 1.600 ausländische Ärzte tätig, angestellt in einer Niederlassung oder einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) waren rund 180.

dpa

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