Wieder Medizinstudienplätze über Landarztquote verfügbar

Saarbrücken/Magdeburg/Potsdam – Verschiedene Bundesländer vergeben in den kommenden Wochen wieder Medizinstudienplätze über die Landarztquote. Dazu gehören unter anderem das Saarland, Sachsen-Anhalt und auch Brandenburg.
Im Saarland sollen zum Wintersemester 2022/2023 voraussichtlich 21 Medizinstudienplätze an entsprechend interessierte Bewerber gehen. Die Quote reserviert im Saarland 7,8 Prozent der Studienplätze für Humanmedizin vorab für Bewerber, die sich verpflichten, nach dem Studium und einer Facharztausbildung zehn Jahre in der hausärztlichen Versorgung in unterversorgten ländlichen Regionen im Saarland tätig zu sein.
Aktuell gibt es im Saarland 42 Studierende, die ihren Studienplatz in Homburg seit Einführung der Landarztquote über diese Regelung erhalten haben. Das Vergabeverfahren für die neue Runde der Studienplatzvergabe beginnt Anfang März.
Auch in Sachsen-Anhalt können sich Interessierte auf einen Medizinstudienplatz im Rahmen der Landarztquote bewerben. Hier sind fünf Prozent der insgesamt zur Verfügung stehenden Studienplätze für die Bewerber vorgesehen, das entspricht rund 20 Plätzen.
Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA) führt das Bewerbungsverfahren durch, die Auswahl trifft das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. „Bewerbungen können ab sofort bis zum 31. März 2022 eingereicht werden“, informiert die KV. In Sachsen-Anhalt sind laut der KV derzeit 246,5 Hausarztstellen unbesetzt.
Ein Landärztestipendium vergibt das Land Brandenburg. Medizinstudierende können darüber ein Stipendium in Höhe von 1.000 Euro monatlich für die Dauer der Regelstudienzeit erhalten – maximal 75 Monate, längstens bis zum Ende des Medizinstudiums.
Im Gegenzug verpflichten sich die Stipendiaten zu einer mindestens fünfjährigen ärztlichen Tätigkeit in einer ländlichen Region Brandenburgs. Bewerbungsschluss für den Start des Stipendienprogramms zum Sommersemester 2022 ist der 15. März 2022.
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