Womöglich gefälschte Diabetes- und Schlaganfall-Daten in mehr als 120 Studien verwendet

Brisbane – Dutzende Studien zu Prognosemodellen für Diabetes und Schlaganfall fußen womöglich auf 2 erfundenen oder zumindest manipulierten Datensätzen. Zum Teil würden die Modelle bereits im Klinikalltag verwendet, um das Krankheitsrisiko von Menschen zu bestimmen, schreiben australische und britische Forschende in einem Preprint (medRxiv 2026, DOI: 10.64898/2026.02.24.26347028), das noch nicht begutachtet wurde. Sie mahnen an, „dass klinische Vorhersagemodelle und Entscheidungen auf der Grundlage zuverlässiger Daten und geeigneter Methoden getroffen werden müssen, um unsichere medizinische Entscheidungen für Patienten zu vermeiden“.
Das Forschungsteam um Alexander Gibson vom Australian Centre for Health Services Innovation and Centre for Healthcare Transformation der australischen Queensland University of Technology hatte sich 2 Datensätze – einen zu Diabetes und einen zu Schlaganfall – genauer angeschaut. Beide waren auf der Webseite Kaggle veröffentlicht worden. Kaggle ist eine Art Onlinecommunity für Datenwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Man kann dort unter anderem Daten hochladen, die andere Nutzende dann verwenden können, um beispielsweise KI-Modelle für medizinische Vorhersagemodelle zu erstellen.
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