Vermischtes

Zahl der Fahrradunfälle in Deutschland steigt

  • Mittwoch, 16. September 2015

Hannover – In Deutschland starben im vergangenen Jahr 396 Radfahrer bei Unfällen, das sind zwölf Prozent mehr als 2013. Hinzu kommen 77.000 Radfahrer, die 2014 bei Unfällen verletzt wurden. Das berichten Verkehrsunfallforscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) um Dietmar Otte. Dort trafen sich in den vergangenen Tagen internationale Experten aus Unfallforschung, Medizin und Technik sowie aus Institutionen und Verbänden zur Internationalen Konferenz für Sicherheit im Radverkehr (International Cycling Safety Conference, ICSC).

Otte wies darauf hin, dass derzeit in Deutschland rund 80 Millionen Fahrräder gebe und die Zahl weiter zunehme. „Damit ist zu erwarten, dass auch die Zahl der getöteten Radfahrer steigen wird, wenn nicht Maßnahmen zur Sicherheitserhöhung gestartet werden“, sagte er.

Otte betonte, ein Radhelm schütze sehr wirkungsvoll gegen schwere Kopfverletzungen. Er senke das Risiko für schwere Schädel-Hirn-Verletzungen um rund 80 Prozent. „Besonders hohe Schutzwirkung hat ein Helm für ältere Radfahrer, denen wir Unfallforscher das Tragen eines Helmes besonders empfehlen“, so der Verkehrsexperte.

Auf der Konferenz stellten Teilnehmer auch erste Entwicklungen für sogenannte intelligente Zweiräder vor, zum Beispiel einen Rückschau-Assistenten sowie eine nach vorn gerichtete „Objekterkennung“. Dabei kann eine Vibration des Sattels oder des Lenkers den Radfahrer rechtzeitig warnen und eine Kollision vermeiden. „Derartige Systeme bei Fahrrädern sind Folgeentwicklungen, wie man sie bei Auto oder Lastwagen bereits findet“, erläuterte Otte.

hil

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