Ärzteschaft

Zahl der Videofallkon­ferenzen nach Lockdowns deutlich zurückgegangen

  • Dienstag, 10. Januar 2023
/New Africa, stock.adobe.com
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Berlin – Die Zahl der Videofallkonferenzen zwischen Ärzten und dem Pflegepersonal in Alten- und Pflegeheimen ist in der Coronapandemie stark gestiegen. Nach den vom Lockdown geprägten Quartalen ist sie jedoch wieder deutlich gefallen.

Das geht aus dem neuen „Bericht des Bewertungsausschusses und des ergänzenden Bewertungsausschusses zur telemedizinischen Leistungserbringung im Einheitlichen Bewertungsmaßstab“ hervor, der jetzt als Unterrichtung für den Deutschen Bundestag vorliegt.

Allerdings umfasst die Statistik nur die sogenannten Videofallkonferenzen, die mit der Gebührenordnungspo­si­tion (GOP) 01442 kodiert sind. Dies sind laut GOP-Beschreibung „Videofallkonferenzen zwischen Pflegekräften von chronisch pflegebedürftigen Versicherten und koordinierenden Ärztinnen/Ärzten/Psychotherapeutinnen/-therapeuten“.

Andere Videofallkonferenzen, zum Beispiel zur Schmerztherapie (GOP 30706), gehen in die Statistik nicht ein. Die GOP 01442 wurde laut dem Bericht im vierten Quartal 2019 185 Mal abgerechnet, im ersten Quartal 2020 12.853 Mal und im vierten Quartal des Jahres 5.095 Mal.

Der elektronische Arztbrief wird dem Bericht zufolge intensiver genutzt: Nach moderaten Steigerungen im dritten Quartal wuchsen im vierten Quartal 2021 insbesondere die Positionen für den Versand von eArztbriefen von rund 73.000 auf 152.000 für die GOP 01660 und von 75.000 auf 159.000 für die Pseudo-GOP 86900, also für den Zu­schlag zur eArztbrief-Versandpauschale (GOP 01660) und für die bereits zuvor geregelte Versandpauschale (Pseudo-GOP 86900).

Die Abrechnungszahlen für den Empfang von eArztbriefen sind ebenfalls gestiegen, allerdings nur um 24 Prozent. „Zum ersten Mal im Berichtszeitraum lagen im vierten Quartal 2021 deutlich mehr Leistungen für den Versand eines eArztbriefes vor als für dessen Empfang“, heißt es in dem Bericht.

Weitere Themen der Unterrichtung sind unter anderem Anwendungen der elektronischen Gesundheitskarte, die elektronische Patientenakte und sektorenübergreifende Telekonsilien.

hil

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