Vermischtes

Zeiss Meditec sucht Expansions­möglichkeiten

  • Mittwoch, 10. Mai 2017
/Courtesy of Zeiss
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Jena  – Laser und künstliche Linsen zur Behandlung von Sehfehlern haben dem Jenaer Medizintechnikkonzern Carl Zeiss Meditec im ersten Geschäftshalbjahr weiteres Wachs­­tum beschert. Der Umsatz stieg, nicht zuletzt durch Währungseffekte, um 8,6 Prozent auf 587,5 Millionen Euro, wie der Vorstand des TecDax-Unternehmens heute in Jena mitteil­te. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wuchs um mehr als ein Viertel auf 95,1 Millionen Euro.

Für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr werde ein Umsatz zwischen 1,1 und 1,2 Milliarden Euro angepeilt, sagte Vorstandschef Ludwin Monz. Die Ertragsmarge soll zwi­schen 13 und 15 Prozent liegen. Bei diesen Zielen setzt Monz auch auf neue Produkte im Bereich Augenchirurgie.

Wachstumstreiber im ersten Halbjahr sei das Asien-Geschäft mit einem Plus von rund 22 Prozent gewesen, so der Vorstand. Das gelte vor allem für China, Indien und Länder in Südostasien. Zeiss Meditec ist unter anderem auf künstliche Linsen spezialisiert, die trü­be Linsen bei Grauen Star ersetzen. Das Jenaer Unter­neh­men stellt unter anderem auch Operationsmikroskope her.

Monz sieht das Unternehmen auch finanziell für weiteres Wachstum gerüstet. Im März hatte sich Zeiss Meditec durch die Ausgabe von 8,1 Millionen neuer Aktien Kapital an der Börse besorgt. Monz sprach von einem Mittelzufluss von 317 Millionen Euro brutto. „Wir su­chen kontinuierlich nach Kaufmöglichkeiten, die unser Kerngeschäft in den Bereichen Au­genheilkunde und Mikrochirurgie ergänzen.“ Das Geld solle aber auch genutzt wer­den, um die internationale Präsenz des Medizintechnikkonzerns zu verstärken.

Carl Zeiss Meditec ist das umsatzstärkste börsennotierte Unternehmen in Thüringen. Be­schäftigt werden knapp 3.000 Mitarbeiter im In- und Ausland. Das Jenaer Unter­nehmen ge­hört zum Optik- und Elektronikkonzern Carl Zeiss AG (Oberkochen), der 59 Prozent der Aktien hält.

dpa

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