Zentrum für seltene Erkrankungen an Saar-Uniklinik eröffnet
Homburg – Menschen mit seltenen Erkrankungen haben im Saarland jetzt eine zentrale Anlaufstelle: Am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg wurde heute das Zentrum für seltene Erkrankungen eröffnet. „Wir wollen bereits bestehende Versorgungsstrukturen am Klinikum bündeln und besser zugänglich machen“, sagte der Sprecher des Zentrums, Robert Bals.
Eine Erkrankung sei selten, wenn weniger als fünf von 10.000 Menschen davon betroffen seien. Zusammengenommen seien seltene Erkrankungen aber durchaus häufig: Schätzungen gingen davon aus, dass fünf bis acht Prozent der Bevölkerung davon betroffen seien, sagte Bals.
Die Bandbreite sei „riesig“: Sie reiche von der Stoffwechselkrankheit Mukoviszidose über Blutgerinnungsstörungen und neurologische Krankheiten bis zu seltenen Tumorerkrankungen. Viele Erkrankungen beträfen mehrere Organe und seien daher interdisziplinär anzugehen. An das Zentrum sind laut Bals 20 bis 30 Ärzte von Kliniken und Instituten im Saarland angeschlossen.
Künftig solle es regelmäßige Fallbesprechungen geben: „Wir wollen Leuten mit seltenen Erkrankungen konkret weiterhelfen. Entweder, indem sie zu uns kommen, oder indem wir ihnen Ansprechpartner vermitteln“, sagte Bals. Ähnliche Zentren gibt es bereits an anderen Unikliniken in Deutschland.
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