Zu wenige Grippeimpfungen in Alten- und Pflegeheimen

Köln – 89 Prozent der Bewohner in Alten- und Pflegeheimen und 81 Prozent der Pflegekräfte wurden in ihren Einrichtungen über die Grippeimpfung informiert. Impfaktionen für die Bewohner erfolgten mit 65 Prozent und für das Personal mit 49 Prozent jedoch erheblich seltener. Das berichten die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Robert Koch-Institut (RKI).
Sie hatten die Umsetzung der Impfempfehlungen in Alten- und Pflegeheimen untersucht, weil 58 Prozent aller Grippe-Todesfälle Menschen über 69 Jahre betreffen. „Da es gerade in Alten- und Pflegeheimen immer wieder zu Grippeerkrankungen und -ausbrüchen mit schweren Krankheitsverläufen, bis hin zu Todesfällen kommt, sollten sich chronisch Kranke und Menschen ab 60 Jahren sowie medizinisches Personal gegen Grippe impfen lassen“, betonte die Direktorin der BZgA, Elisabeth Pott.
Außerdem sei bei Menschen ab 60 Jahren und generell bei Menschen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung zusätzlich die Pneumokokkenimpfung wichtig. Die Keime seien für die Mehrzahl der bakteriellen Lungenentzündungen verantwortlich und gefährdeten vor allem ältere Menschen und Menschen mit bestimmten chronischen Grunderkrankungen, wie Diabetes, Herz- oder Lungenerkrankungen.
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