Ärzteschaft

Zweite Tarifrunde für Ärzte an Universitätsklinika ohne Ergebnis

  • Freitag, 22. Mai 2026
/Wild Awake, stock.adobe.com
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Berlin – Der Marburger Bund (MB) und die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) haben heute die zweite Verhandlungsrunde der diesjährigen Tarifverhandlungen ergebnislos beendet. Das teilte die Ärztegewerkschaft heute mit.

Sie verhandelt den Tarifvertrag für Ärztinnen und Ärzte an den Universitätsklinika im Geltungsbereich des TV-Ärzte. Der Marburger Bund hat in dieser Tarifrunde mit der TdL die Entgelttabelle gekündigt und fordert eine lineare Erhöhung von acht Prozent mit einer Laufzeit über zwölf Monate.

„Die Gespräche verliefen leider nur stockend, wenn auch in offener Atmosphäre“, sagte Christian Twardy, Verhandlungsführer des Marburger Bundes über die zweitägigen Gespräche. „Die Arbeitgeber haben weiterhin kein Angebot vorgelegt, über das verhandelt werden kann.“

„Die Arbeitgeberseite hat ein hohes Interesse an einer möglichst langen Laufzeit“, sagte Andreas Botzlar, 2. Vorsitzender des Marburger Bundes, zur Verhandlungsposition der Arbeitgeber. „Wir werden noch harte Auseinandersetzungen vor uns haben.“ In der Sache gebe es noch keine Bewegung, so Botzlar.

„Ob es in der nächsten Verhandlungsrunde einen substanziellen Fortschritt gibt, wird sich zeigen, ansonsten kann es möglich sein, dass man die Motivation der Arbeitgeber, sich auf eine Einigung zuzubewegen, erhöhen muss.“

Es handelt sich um eine reine Entgeltrunde. Mit strukturellen Verbesserungen des Tarifvertrages will sich der Marburger Bund nach Botzlars Worten erst in der nächsten Tarifrunde beschäftigen. Die Tarifverhandlungen sind auf drei Verhandlungsrunden angelegt und werden am 8. und 9. Juni in Berlin fortgesetzt.

EB

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