Absoluter PSA-Zielwert bei Prostatakarzinom wichtiger als prozentualer Abfall

Los Angeles – Patienten mit einem metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinom (mHSPC), deren PSA-Wert innerhalb der ersten 9 Monate nach Therapiebeginn auf unter 0,2 ng/ml sinkt, haben anschließend ein 54 % geringeres Sterberisiko als Erkrankte, die diesen Wert nicht erreichen. Der beobachtete Effekt ist unabhängig davon, ob der PSA-Wert zusätzlich um mindestens 90 % zurückgeht oder nicht. Dies zeigen Daten einer Real-World-Studie (Cancer 2026; DOI: 10.1002/cncr.70494).
Mehrere klinische Phase-3-Studien konnten bereits belegen, dass ein PSA-Nadir < 0,2 ng/ml mit einer besseren Prognose assoziiert ist. Dieser wird daher als Schwellenwert bevorzugt. In der klinischen Praxis verwenden Ärztinnen und Ärzte jedoch häufig andere Messgrößen, wie etwa den prozentualen PSA-Rückgang, um das Ansprechen auf die Behandlung zu beurteilen.
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