Prostatakarzinom: Stockholm3 entdeckt häufiger aggressive Tumore

Stockholm – Der von schwedischen Forschenden entwickelte Screeningtest Stockholm3, der neben dem prostataspezifischen Antigen (PSA) weitere Biomarker, genetische Varianten und klinische Daten verwendet, kann aggressive Prostatakarzinome entdecken, die mit den konventionellen PSA-Tests übersehen werden. Dies geht aus einer Auswertung des Schwedischen Krebsregisters hervor (European Urology 2026; DOI: 10.1016/j.eururo.2025.10.001).
Der Cut-off-Wert des PSA-Werts liegt derzeit bei 3 ng/ml. Es ist bekannt, dass dadurch einige aggressive Prostatakarzinome übersehen werden. Doch die Senkung des PSA-Grenzwerts auf 1 ng/ml würde zu einer hohen Rate von unnötigen Biopsien und auch zur Behandlung von Karzinomen führen, die aufgrund eines langsamen Wachstums das Leben der älteren Männer nicht mehr gefährden würden.
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