Ärzte melden so viele unerwünschte Arzneimittelwirkungen wie nie zuvor
Berlin – Ärztinnen und Ärzte haben der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) im Jahr 2016 so viele unerwünschte Arzneimittelwirkungen gemeldet wie noch nie zuvor.
„Im Jahr 2004 lag die Zahl der Spontanmeldungen unerwünschter Arzneimittelwirkungen durch Ärzte bei 2.197. In den vergangenen Jahren hatten wir etwa 3.000 Meldungen pro Jahr. Und in diesem Jahr werden wir wahrscheinlich bei knapp 4.000 liegen“, erklärte die Geschäftsführerin der AkdÄ, Katrin Bräutigam, Anfang Dezember auf der Mitgliederversammlung des Verbandes.
Seit Beginn dieses Jahres können Ärzte im Rahmen eines Pilotprojekts auch Nebenwirkungen melden, die durch Medikationsfehler bedingt sind. Durch die systematische Fehleranalyse soll die Patientensicherheit verbessert werden. Die AkdÄ sammelt die Fallberichte zu Nebenwirkungen und Medikationsfehlern und wertet sie aus. „Das ist eine der ureigenen Aufgaben der Kommission“, sagte Bräutigam und betonte, dass die AkdÄ schnell auf diese Meldungen reagiere und den Ärzten auch eine Rückmeldung gebe.
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