Analer Obturator ist bei Stuhlinkontinenz Standardtherapie nicht überlegen

Maastricht – In einer randomisierten klinischen Studie ergaben sich für einen analen Obturator bei Menschen mit Stuhlinkontinenz keine Vorteile im primären Endpunkt. Hinweise auf einen Nutzen zeigten sich jedoch bei einzelnen Aspekten der Lebensqualität sowie bei der Zahl der Inkontinenzereignisse, berichten Forschende in JAMA Network Open (2026; DOI: 10.1001/jamanetworkopen.2026.9208).
Bis zu 8 % der Erwachsenen sind von Stuhlinkontinenz betroffen, mit erheblichen Konsequenzen für die Lebensqualität. Zur Verfügung stehen konservative Behandlungsoptionen sowie – bei unzureichendem Ansprechen – operative Verfahren, die jedoch mit höheren Risiken und variablen Erfolgsraten verbunden sind. Minimalinvasive Ansätze wie anale Obturatoren gelten daher als potenziell attraktive Alternative, bislang ist die Evidenz jedoch begrenzt.
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