Anlage zur Kühlung nur in 14,5 Prozent der neuen Pflegeheime

Wiesbaden – Alte Menschen sind durch Hitze besonders gefährdet – doch auch in neuen Pflegeheimen wird nur selten eine Anlage zur Kühlung eingebaut.
Im vergangenen Jahr lag der Anteil von neuen Gebäuden des Sozialwesens mit einer Klimaanlage oder einer anderen Anlage zur Kühlung bei nur 14,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Zum Sozialwesen gehören Pflegeeinrichtungen und Kitas.
Am häufigsten sind Büros mit einer Anlage zur Kühlung ausgestattet – hier lag der Anteil 2025 in fertiggestellten Gebäuden bei 37,8 Prozent. Das „dürfte nicht zuletzt an gesetzlichen Vorgaben liegen – insbesondere mit Blick auf den Arbeitsschutz und die Fürsorgepflicht von Arbeitgebern gegenüber Beschäftigten“, erklärte das Statistikamt.
Bei neuen Schulen, Krankenhäusern und ähnlichen Einrichtungen erhielt im vergangenen Jahr rund ein Drittel eine Anlage zur Kühlung – im Bildungswesen waren es 33,9 Prozent, im Gesundheitswesen 34,4 Prozent.
Insgesamt stieg der Anteil der neuen Gebäude mit einer Klimaanlage oder einer anderen Anlage zur Kühlung – etwa einer Fußbodenheizung mit Kühlfunktion oder einer Deckenkühlung – binnen der vergangenen zehn Jahre deutlich.
Auch in Wohngebäuden: Hier nahm der Anteil von 1,9 Prozent im Jahr 2015 auf 4,3 Prozent im Jahr 2025 zu. Die Angaben des Statistikamtes beruhen im Wesentlichen auf den Anfang Mai 2026 in den Statistischen Ämtern der Länder vorliegenden Meldungen von unteren Bauaufsichtsbehörden.
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