Anlaufkosten für Labordiagnostik belasten Siemens Healthineers

Erlangen – Hohe Anlaufkosten für das neue Labordiagnostiksystem Atellica haben beim Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 das Ergebnis belastet. Die Geschäftsentwicklung habe „Licht und Schatten“ gezeigt, sagte Vorstandschef Bernd Montag heute bei der Veröffentlichung der Zahlen. Das operative Ergebnis lag bereinigt mit 545 Millionen Euro in etwa auf Vorjahresniveau.
Nach Steuern verdiente Siemens Healthineers dank niedrigerer Zinsen sowie einer geringeren Steuerquote mit 345 Millionen Euro elf Prozent mehr. Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 3,3 Milliarden Euro.
Siemens Healthineers setzt große Hoffnungen in Atellica, das die lange Zeit schwächelnde Labordiagnostik wieder nach vorne bringen soll. Bei der Profitabilität hinkt der Bereich noch deutlich hinter dem Geschäft mit bildgebenden Systemen hinterher.
Den Ausblick für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr bekräftigte das Unternehmen. Erwartet wird ein Umsatzwachstum von vier bis fünf Prozent. Überdurchschnittlich soll der Gewinn je Aktie zulegen: Um 20 bis 30 Prozent verglichen mit den 1,26 Euro, die 2017/18 erzielt wurden.
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