Anteil angestellter Ärzte in bayerischen Praxen bei fast 40 Prozent

München/Bad Kissingen – Fast vier von zehn Ärzten in bayerischen Praxen arbeiten als Angestellte – ihr Anteil ist im vergangenen Jahr um 9,2 Prozent auf nun 38,86 Prozent gestiegen. Das berichtet die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK).
Die Zahl der berufstätigen Ärztinnen und Ärzte stieg zwischen Ende September 2024 und Ende September 2025 von 71.737 auf 73.631. Das ist ein Zuwachs von 2,6 Prozent.
„Der Anstieg der ärztlich Berufstätigen in Bayern liest sich wie eine Erfolgsgeschichte, verdeckt aber einige beunruhigende Trends, denn in Bayern lässt sich in den nächsten Jahren aufgrund der demografischen Entwicklung sowie neuer Behandlungsmöglichkeiten für Patientinnen und Patienten ein weiter steigender Ärztebedarf prognostizieren“, hieß es aus der Kammer.
So trete im Augenblick eine größere Zahl von Ärzten in den Ruhestand. Gleichzeitig steige in einer Gesellschaft des langen Lebens der Behandlungsbedarf. Darüber hinaus benötige es in einer neuen Ärztegeneration, die vermehrt in Angestelltenverhältnissen oder Teilzeitmodellen arbeiten wolle, mehr Berufstätige, um eine hochwertige Versorgung sicherzustellen.
Der Altersdurchschnitt der Ärzte in bayerischen Praxen liegt laut der Kammer bei 53,98 Jahren (Vorjahr: 53,96). Im stationären Bereich beträgt der Altersdurchschnitt 43,36 Jahre (Vorjahr: 43,21 Jahre). Das Durchschnittsalter aller berufstätigen Ärzte in Bayern beträgt 49,02 Jahre.
Von allen Ärztinnen und Ärzten waren 30.625 oder 31,1 Prozent in einer Praxis und 36.849 oder 37,4 Prozent im stationären Bereich tätig. 6,2 Prozent entfielen auf weitere Tätigkeitsfelder wie den Öffentlicher Gesundheitsdienst oder die Bundeswehr. 24.576 waren ohne ärztliche Tätigkeit, ein Großteil wegen ihres Ruhestandes.
Aktuell sind bei der BLÄK 14.234 Ärzte mit einer anderen Staatsangehörigkeit gemeldet (Vorjahr: 13.231).
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