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Arbeitsmarkt: Mehr Menschen mit Schwerbehinderung in Jobs

  • Mittwoch, 22. Juli 2026
/Robert Kneschke, stock.adobe.com
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Nürnberg – Im Jahr 2024 waren in Deutschland 1,14 Millionen Menschen mit Schwerbehinderung beschäftigt. Das ist ein Zuwachs von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte.

Trotz des Anstiegs liegt die Erwerbstätigenquote von Menschen mit Schwerbehinderung mit 50,9 Prozent dennoch deutlich unter der Quote der Gesamtbevölkerung von 77,2 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt bei Menschen mit Schwerbehinderung mit zwölf Prozent deutlich über dem Durchschnitt in der Gesamtbevölkerung von derzeit gut sechs Prozent.

Menschen mit Behinderung sind nach Angaben der Bundesagentur insbesondere in der Industrie, der öffentlichen Verwaltung, im Handel und im Gesundheitswesen sowie im Pflege- und Sozialbereich tätig.

In Deutschland besteht für Betriebe mit mehr als 20 Mitarbeitenden eine Verpflichtung zur Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung – andernfalls werden Ausgleichszahlungen fällig. 2024 hätten 39 Prozent aller anzeigepflichtigen Betriebe diese Verpflichtung vollständig erfüllt. Ein Viertel habe gar keine Schwerbehinderten beschäftigt, 36 Prozent nur einen Teil der für sie vorgeschriebenen Zahl.

„Die aktuellen Zahlen zeigen, dass es trotz spürbarer Fortschritte weiterhin Nachholbedarf bei der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsmarkt gibt“, sagte Daniel Terzenbach, Mitglied im Vorstand der Bundesagentur.

Die Beschäftigungschancen lägen nach wie vor unter dem Durchschnitt. „Gleichzeitig ist hier ein erhebliches und bislang nicht vollständig ausgeschöpftes Fachkräftepotenzial vorhanden“, sagte Terzenbach.

Obwohl schwerbehinderte Arbeitslose im Schnitt besser qualifiziert seien, hätten sie geringere Chancen auf eine neue Beschäftigung. Die Bundesagentur biete für Betriebe verschiedene Services sowie Fördermöglichkeiten an, die die Einstellung von Menschen mit Schwerbehinderung erleichtern sollen.

dpa

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