Arzneimittelkosten in Hamburg stark gestiegen
Hamburg – Die niedergelassenen Ärzte in Hamburg haben gesetzlich Versicherten im vergangenen Jahr Arzneimittel im Wert von rund 1,19 Milliarden Euro verschrieben. Das sei ein Plus von 4,8 Prozent oder etwa 50 Millionen Euro mehr als im Vorjahresvergleich, wie der Verband der Ersatzkassen (vdek) in der Hansestadt unter Berufung auf Statistiken der GKV-Arzneimittel-Schnellinformationen heute mitteilte.
Dem Krankenkassenverband zufolge sind damit die Ausgaben in keinem anderen Bundesland so stark angestiegen. In Berlin und Bremen habe die Steigerungsrate bei 2,9 beziehungsweise bei 2,2 Prozent gelegen. Auf Bundeseebene liege der Schnitt bei 3,5 Prozent.
Als ausgabenintensiv erwiesen sich demnach neue Krebsmedikamente sowie Hepatitis-C-Präparate und andere Nervensystemmittel. Rund 59 Prozent der Ausgaben für Fertigarzneimittel entfielen laut vdek auf patentgeschützte Originalpräparate. Ursächlich für die hohen Ausgaben ist dem Verband zufolge zum einen, dass Hamburg über ein sehr dichtes Netz an Haus- und Fachärzten verfügt. Zum anderen habe die Hansestadt eine Mitversorgungsfunktion für das Hamburger Umland.
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