Ärzteschaft

Ärztekammer Bremen kritisiert Benachteiligung von Frauen in Spitzenpositionen

  • Donnerstag, 12. Februar 2026
/motorradcbr, stock.adobe.com
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Bremen – Frauen werden in der Medizin noch immer strukturell benachteiligt. Darauf wies die Ärztekammer Bremen (ÄKHB) zum gestrigen Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft hin.

„Die Gleichverteilung der Geschlechter geht umso mehr verloren, je höher die Hierarchieebene ist“, sagte die Präsidentin der Ärztekammer, Christina Hillebrecht. In Führungspositionen, in der Forschung und in den Gremien der ärztlichen Selbstverwaltung seien Ärztinnen noch immer unterrepräsentiert.  

Die Ärztekammer Bremen selbst bildet eine Ausnahme: Der fünfköpfige Vorstand besteht aus vier Frauen und einem Mann. Auch in den Gremien der Kammer engagierten sich viele Frauen. „Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Frauen strukturell benachteiligt bleiben“, so Hillebrecht. 

Die größte Hürde ist laut der Kammer die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. So würden Schwangere trotz des geltenden Mutterschaftsgesetzes in ein Berufsverbot geschickt, obwohl Positivlisten der Fachverbände Tätigkeiten bezeichneten, die Ärztinnen in Schwangerschaft und Stillzeit problemlos ausführen könnten. Das behindert laut Hillebrecht die Weiterbildung und Karriere der Ärztinnen nachhaltig.

„Es geht darum, Frauen den Zugang zur Wissenschaft zu erleichtern und die Bedingungen so zu gestalten, dass sie dort bleiben und erfolgreich sein können. Gleichstellung in der Arbeit entsteht nicht von selbst – sie muss aktiv gestaltet werden“, betonte die Kammerpräsidentin.

hil

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