Ärzteschaft

Ärztlicher Fahrdienst in Nordrhein neu aufgestellt

  • Mittwoch, 7. Januar 2026
/dpa
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Düsseldorf – Seit Januar ist der ärztliche Fahrdienst in Nordrhein neu ausgerichtet: Rund 500 Kooperationsärzte werden in neu zugeschnittenen Fahrdienstbezirken die ärztlichen Hausbesuche zu den Notdienstzeiten abdecken – zunächst im Bereich Düsseldorf/Neuss, ab April in ganz Nordrhein.

Kernelemente sind eine zentrale Planung der Fahrdienste durch die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO), optimierte Neuzuschnitte der Fahrdienstbezirke und digitale Prozessunterstützung zur Steigerung von Effizienz und Qualität.

Die bislang für Haus- und Fachärzte in Nordrhein bestehende Pflicht, auch im Rahmen des allgemeinen Notdienstes – je nach Dienstplan – Hausbesuche zu übernehmen, ist zum Jahresstart ruhend gestellt worden. „Ein klarer Schnitt mit spürbarer Entlastung für die Niedergelassenen in ganz Nordrhein“, sagte der Vorstandsvorsitzende der KVNO, Frank Bergmann.

„Während bundesweit noch über Reformen diskutiert wird, schafft die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein konkrete Verbesserungen für Praxen und Patienten“, hatte er bereits auf der Vertreterversammlung der Organisation Mitte November in Düsseldorf angekündigt.

Für die bisher zum Notdienst verpflichteten Ärztinnen und Ärzte werde dies eine massive persönliche Entlastung sein. Diese müssten dann keine eigenen, oft belastenden Dienste mehr übernehmen und keine Vertretungen suchen, hieß es damals aus der KV.

Diese Zusatzbelastung war laut der KV oftmals ein Grund, warum sich junge Ärztinnen und Ärzten gegen eine Selbständigkeit in eigener Praxis entschieden haben. Der entsprechende Antrag des Vorstands zur Umsetzung des Konzepts wurde damals von der Vertreterversammlung mit großer Mehrheit beschlossen.

„Die Reform des Fahrdienstes ist für uns der Startpunkt einer zukunftsfähigen und sicheren Gestaltung des ambulanten Notdienstes“, sagte Bergmann jetzt. Damit steigere man die Attraktivität einer ambulanten Tätigkeit. Denn gerade die Dienstbelastungen im Notdienst schreckten viele junge Kolleginnen und Kollegen von einer Niederlassung ab.

hil/EB

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