Vermischtes

Bayerische Gesundheitsämter sollen in Schulen gegen HPV impfen

  • Montag, 13. Juli 2026
/picture alliance, Stefan Puchner
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München – Ein positives Fazit aus zwei Modellprojekten zur Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) zieht Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach (CSU). „Das ist ein Startsignal für andere Gesundheitsämter in ganz Bayern, ebenfalls HPV-Impfaktionen an Schulen anzubieten“, sagte die Ministerin. 

Die beiden Modellimpfaktionen wurden von Bayerns Gesundheitsministerium angestoßen und vor Ort durch die Gesundheitsämter in enger Zusammenarbeit mit den Schulen umgesetzt. Teilgenommen haben das Karolinen-Gymnasium in Rosenheim und die Edith-Stein-Realschule in Alzenau.

Die Impfungen wurden entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) für die jeweils geeigneten Jahrgangsstufen angeboten – am Karolinen-Gymnasium für die Jahrgangsstufen 5 bis 11, an der Edith-Stein-Realschule für die Jahrgangsstufen 5 bis 10. Zusätzlich wurden individuelle Beratungsangebote bereitgestellt. 

Die meisten Impfungen fanden im Rahmen einer Erstimpfung statt. Ein Folgeimpftermin zur Vervollständigung der Impfserie ist am Karolinen-Gymnasium für Oktober geplant. In Alzenau soll dieser im Januar 2027 stattfinden.  

Laut dem neuen Gesundheitsreport „Update Impfstatus der Kinder“ des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ist der Impfstatus bei vielen Erstklässlern in Bayern gut. Nachholbedarf gibt es laut dem Report aber neben den Impfungen gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis auch bei der Impfung gegen HPV: Im Jahr 2024 waren nur 49 Prozent der 15-jährigen Mädchen und 29 Prozent der 15-jährigen Jungen vollständig gegen HPV geimpft. 

„Gesundheitsämter sind wichtige Akteure der Prävention vor Ort. Die Modellprojekte in Bayern zeigen, dass sie gemeinsam mit den Schulen einen niedrigschwelligen Zugang zu wichtigen Schutzimpfungen schaffen können. Solche Angebote können dazu beitragen, bestehende Impflücken zu schließen und Prävention dort zu stärken, wo Kinder und Jugendliche erreicht werden“, sagte der Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Peter Schäfer.  

hil

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