Bayern baut Frühchen-Versorgung weiter aus
München – Bayern will die medizinische Versorgung von Frühgeborenen weiter ausbauen. Das hat der Krankenhausplanungsausschuss am Montag beschlossen. Demnach sollen künftig landesweit 347 Intensivbehandlungsplätze für die stationäre Versorgung von sogenannten Risiko-Neugeborenen zur Verfügung stehen. Von den insgesamt 109.562 Kindern, die 2013 in Bayern zur Welt kamen, waren 8.313 sogenannte „Frühchen“ mit einem von weniger als 2.500 Gramm.
„Frühchen brauchen eine ganz besondere Fürsorge. Ich freue mich deshalb sehr, dass der Krankenhausplanungsausschuss heute die Schaffung zusätzlicher Intensivbetten für Frühgeborene in verschiedenen Teilen des Freistaats beschlossen hat", erklärte die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) gestern in München.
Die Ministerin lobte im Krankenhausplanungsausschuss zudem die Arbeit der Perinatalzentren, die maßgeblich zur besseren Versorgung der Frühgeborenen beitrügen. „Durch eine hochqualifizierte und flächendeckende Versorgung können Mütter und Kinder familien- und wohnortnah behandelt werden, lange Transportwege bleiben ihnen erspart", so Huml.
Mittlerweile gibt es in Bayern sechs Verbund-Perinatalzentren mit insgesamt 16 Kliniken, die bei der Versorgung von Frühgeborenen regional eng zusammenarbeiten. Sie verfügen über eine permanente Arztpräsenz, umfangreich ausgebildetes Pflegepersonal sowie das Angebot eines Neugeborenen-Notarztes.
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