Ausland

Bereits mehr als 5.000 bestätigte Ebolafälle im Kongo

  • Mittwoch, 19. August 2026
/picture alliance, AP Photo, Dieudonne Dirole
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Kinshasa – In der Demokratischen Republik (DR) Kongo sind bereits mehr als 5.000 Ebolafälle bestätigt. Seit Mai sind 5.021 Menschen nachweislich an der hochansteckenden Infektionskrankheit erkrankt, so das Regionalbüro Afrika der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Bisher sind 2.378 Menschen in dem zentralafrikanischen Land an Ebola gestorben – das entspricht einer Sterbefallquote von 47,4 Prozent. Mehr als 1.000 Patienten gelten nach Angaben der kongolesischen Gesundheitsbehörden als genesen.

Der Ausbruch war Mitte Mai bekanntgegeben worden. Damit trat Ebola bereits zum 17. Mal in dem Land auf. Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC hat bereits darauf hingewiesen, dass die tatsächliche Zahl der Fälle noch höher sein könnte.

Studien deuteten darauf hin, dass der Ausbruch etwa im Februar begann, betonte Jean Kaseya, Direktor der Behörde, in seinem jüngsten Bericht zur Lage. „Wir haben keine Ahnung, was zwischen Februar und Mai passiert ist.“ Alle Daten zu Fallzahlen umfassten lediglich die Zeit von Mai bis jetzt. „Wir behaupten nicht, dass diese Daten korrekt sind“, sagte Kaseya.

Hinzu kommt: Fast zwei Drittel der bestätigten Ebolatodesfälle werden nicht in Krankenhäusern und Isolierstationen verzeichnet, sondern aus den Dörfern und Gemeinden.

Solange Erkrankte mit Symptomen nicht isoliert sind, können sie durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten wie Blut, Schweiß oder Speichel etwa beim Waschen eines Patienten oder beim Essen die Krankheit übertragen. Schon vor Wochen hatte Africa CDC gewarnt, dass womöglich nicht alle Krankheitsfälle den Behörden gemeldet werden.

Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen, auch weil es für den Ebolaerreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Seit Anfang Juli läuft die klinische Testung zweier antiviraler Therapieverfahren. Angesichts der Schwere des Ausbruchs soll zudem abgeklärt werden, ob der Erreger womöglich mutiert ist.

Auch die Weltgesundheitsorganisation fürchtet, dass der aktuelle Ausbruch im Kongo noch nie dagewesene Ausmaße annehmen könnte. Schon jetzt ist die Zahl der Krankheitsfälle und Toten um ein Mehrfaches höher als während des bisher schwersten Ausbruchs in Westafrika im vergleichbaren Zeitraum der ersten drei Monate.

dpa

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