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Bereitschaft zur gesundheitlichen Vorsorge in der Bevölkerung hoch

  • Montag, 31. August 2026
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Hamburg – Mehr Gesundheitskompetenz und evidenzbasierte Prävention fordert die DAK-Gesundheit. „Entscheidend ist, möglichst viele gesunde und selbstbestimmte Lebensjahre zu gewinnen. Dafür muss die Gesundheitskompetenz in der gesamten Bevölkerung deutlich gestärkt werden“, sagte dessen Vorstandsvorsitzender Andreas Storm.

„Gerade bei neuen Gesundheitstrends ist es wichtig, wissenschaftlich belegten Nutzen von bloßen Versprechen zu unterscheiden. Unser Ziel muss sein, wirksame Präventionsangebote für alle Menschen frühzeitig zugänglich zu machen, unabhängig von Alter, Bildung oder Einkommen“, so Storm.

Eine aktuelle Umfrage der DAK zum Trendthema „Longevity“ zeigt eine hohe Bereitschaft zur gesundheitlichen Vorsorge: Mehr als 70 Prozent der Befragten möchten aktiv etwas für ihre Gesundheit tun. Zeitmangel und fehlende Motivation halten jedoch viele davon ab, dies im Alltag umzusetzen. Jeder Fünfte empfindet zudem die Kosten für Gesundheitsmaßnahmen als zu hoch. Besonders für ältere Menschen gewinnt das Thema an Bedeutung: Für jeden Zweiten zwischen 60 und 70 Jahren spielt das Ziel, möglichst lange fit und gesund zu bleiben, eine wichtige Rolle.

Für die repräsentative Befragung wurden im Auftrag der DAK-Gesundheit bundesweit 1.043 Personen im Alter von 18 bis 70 Jahren befragt. Die Umfrage fand zwischen dem 7. und 18. August 2026 statt.

Die Umfrage zeigt auch, dass das Thema noch nicht allen Menschen vertraut ist: 50 Prozent der Befragten kennen den Begriff Longevity. Frauen geben dies mit 54 Prozent häufiger an als Männer mit 46 Prozent. Die Mehrheit der Befragten bewertet den Trend grundsätzlich positiv. 63 Prozent gehen davon aus, dass sich Longevity zumindest bei einem Teil der Bevölkerung durchsetzen wird. 

Die Bereitschaft, selbst aktiv zu werden, ist laut der Umfrage groß: 74 Prozent der Befragten würden regelmäßig Sport treiben oder mehr Bewegung in ihren Alltag integrieren, um ihre gesunde Lebensspanne zu verlängern. 71 Prozent setzen auf die Pflege sozialer Kontakte. 62 Prozent würden gezielt ihr Gehirn trainieren, etwa durch Lernen oder geistige Aktivitäten. Fast sechs von zehn Befragten (59 Prozent) sehen zudem die Verbesserung ihres Schlafs als wichtigen Ansatz für gesundes Altern. 44 Prozent können sich die Nutzung sogenannter Wearables vorstellen, bei denen mithilfe einer Smartwatch oder von Gesundheits-Apps Körperfunktionen überwacht werden.

Gleichzeitig geben 49 Prozent der Befragten an, dass Älterwerden zum natürlichen Lebensprozess gehöre. Sie sehen deshalb keinen Anlass, zusätzlich Maßnahmen für eine längere gesunde Lebensspanne zu ergreifen. Zeitmangel stellt für 40 Prozent der Befragten die größte Hürde dar. Weitere 35 Prozent nennen fehlende Motivation oder mangelnde Disziplin als Ursache. Dabei zeigen sich Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Männer geben diesen Grund mit 40 Prozent deutlich häufiger an als Frauen (30 Prozent).

„Die Ergebnisse zeigen, dass das Interesse der Menschen am Thema ‚gesundes Altern‘ groß ist“, erläuterte Stefan Kluge, Direktor der Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und wissenschaftlicher Leiter des Longevity Forums Deutschland. Nötig sei jetzt ein Bewusstsein in der Gesellschaft dafür, welche Maßnahmen wissenschaftlich belegt und wirksam seien und für welche teuren Tests, Nahrungsergänzungsmittel oder technische Verfahren ein nachgewiesener Nutzen fehle.

„Tatsächlich zählen zu den wichtigsten Maßnahmen für gesundes Altern klassische und eher unspektakuläre Dinge wie nicht rauchen, regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und die Kontrolle klassischer Risikofaktoren wie Bluthochdruck, erhöhte Blutfette oder Diabetes“, so Kluge.  

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