Vermischtes

Präventionskurse wirken, sozial benachteiligte Gruppen unterrepräsentiert

  • Donnerstag, 2. Juli 2026
/ZGR, peopleimages.com, stock.adobe.com
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Berlin – Die von den Krankenkassen geförderten Präventionskurse tragen nachhaltig zu gesünderen Gewohnheiten im Alltag bei. Zu diesem Ergebnis kommt eine Evaluation des BQS Instituts für Qualität & Patientensicherheit. Es hat im Auftrag des GKV-Spitzenverbandes 172 Angebote untersucht, die sich gezielt mit Bewegungsgewohnheiten auseinandersetzen.

Die Evaluation zeigt eine hohe Zufriedenheit der Teilnehmenden. Sie gibt außerdem Aufschluss über die gesundheitsfördernde Wirkung der Präventionskurse: Bei einem Fünftel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (20,1 Prozent) verbesserten sich Beschwerden im Zusammenhang mit dem Bewegungsapparat nachhaltig.

Dazu zählen etwa Kreuz-, Nacken- und Schulterschmerzen oder Muskelverspannungen. Der allgemeine Gesundheitszustand verbesserte sich bei 13,9 Prozent der Teilnehmenden nachhaltig. Außerdem steigerte sich die körperliche Aktivität bei den Teilnehmenden dauerhaft.

Die Untersuchung belegt aber auch, dass sozial benachteiligte Gruppen und Menschen mit Bewegungsmangel von den Angeboten zu wenig erreicht werden.

„Die ärztliche Präventionsempfehlung bietet großes Potenzial, um Menschen zu erreichen, die bislang kaum von diesen Präventionsangeboten profitieren“, sagte der Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands, Oliver Blatt. Klar sei jedoch auch, dass gerade die bessere Ansprache von sozial benachteiligten Menschen nur gelingen könne, wenn auch weitere gesellschaftliche Akteure Verantwortung übernehmen würden.

Neben der Verhaltensprävention drängt er auf mehr Verhältnisprävention. „Es sollten in allen Lebensbereichen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die einen gesundheitsförderlichen Lebensstil ermöglichen und die Gesundheitskompetenz der Menschen stärken“, so Blatt.

Der GKV-Spitzenverband fordert, dass Gesundheitsförderung und Prävention in allen gesellschaftlichen Bereichen einen höheren Stellenwert bekommen und stets mitgedacht werde. Dies könnten aber nicht allein die Krankenkassen bezahlen, hieß es aus dem GKV-Spitzenverband.

Die BQS untersuchte befragte für das Handlungsfeld „Bewegung“ 1.385 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Start des Kurses befragt. Davon nahmen 428 an weiteren Befragungen zum Ende des Kurses und sechs Monate danach teil. Die Evaluation soll auch Grundlage dafür sein, die Präventionskurse in den weiteren Handlungsfeldern zu untersuchen.

hil

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