Politik

Berlin plant Maskenpflicht für das Personal in Krankenhäusern und Altenpflege

  • Mittwoch, 29. April 2020
Dilek Kalayci (SPD, M), Senatorin für Gesundheit von Berlin. /picture alliance, Michael Kappeler
Dilek Kalayci (SPD, M), Senatorin für Gesundheit von Berlin. /picture alliance, Michael Kappeler

Berlin − Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) will eine Maskenpflicht für das Personal in Krankenhäusern und in der Altenpflege per Verordnung festschreiben. „In der Coronaepidemie sind ja die Älteren und chronisch Kranken besonders betroffen. Die müssen besonders geschützt werden“, sagte sie.

Der Ruf nach Schutzmasken und Schutzkleidung sei in der Pflege und den Kliniken groß. „Wir haben es in Berlin sehr gut geschafft, die Altenpflege mit Mund-Nase-Schutzmasken und anderer Schutzkleidung zu beliefern“, so die Senatorin. Deswegen sei das ein Muss, in diesem Bereich auch Schutzmaske zu tragen − für alle Beschäftigten, stationär und ambulant. Für die Bewohner der Pflegeheime empfehlen man die Alltagsmasken.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hatte am 24. April Empfehlungen für Alten- und Pflege­einrichtungen veröffentlicht, in denen es etwa heißt, „das generelle Tragen von Mund-Nasen-Schutz durch sämtliches Personal mit direktem Kontakt zu allen Risikogruppen“ werde empfohlen. Dazu gebe es bisher in den wenigsten Bundesländern verbindliche Regelungen, so Kalayci.

Das Bundeskabinett hatte am 16. April bundesweit verpflichtende Arbeitsstandards für die Coronakrise beschlossen. Grundsätzlich wird vorgegeben, dass ein Abstand von min­destens 1,5 Metern zu anderen Menschen auch bei der Arbeit einzuhalten ist.

Wo dies nicht möglich sei, auch nicht etwa durch Trennwände, sollen die Arbeitgeber Nase-Mund-Bedeckungen für die Beschäftigten zur Verfügung stellen. Diese Regel gelte natürlich auch in der Altenpflege und in Krankenhäusern, so die Senatorin.

dpa

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