Politik

Berlins Gesundheitssenator hält Hygieneverordnung für ausreichend

  • Donnerstag, 25. Oktober 2012

Berlin – Trotz des Todes eines Säuglings durch eine Keiminfektion in der Berliner Charité hält Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) die Krankenhaus-Hygieneverordnung für ausreichend. Weitergehende Maßnahmen würden derzeit nicht für notwendig erachtet, sagte Czaja heute im Abgeordnetenhaus. Die Verordnung war nach der Novellierung des Bundesinfektionsschutzgesetzes angepasst worden und gilt seit Juni.

Die Informationspolitik der Charité kritisierte Czaja als „schwierig und verbesserungs­würdig“. Erst am 20. Oktober wurde der Tod des Neugeborenen öffentlich gemacht, der bereits Anfang Oktober an den Folgen einer Infektion mit Serratienkeimen gestorben war und bereits beerdigt wurde. Angesteckt hatte sich das schwer kranke Baby offenbar im Virchow-Klinikum der Charité. Es starb aber im Deutschen Herzzentrum, wo es operiert wurde.

Die Charité räumte inzwischen Versäumnisse bei der Information ein. Nach Darstellung Czajas hat Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres (SPD) Charité und Herzzentrum für Freitag „zu einem Gespräch eingeladen“.

hil

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