Brandenburg: Landesregierung sieht mobile Praxen kritisch

Potsdam – Brandenburgs Landesregierung hat sich kritisch zu einer möglichen Schaffung mobiler Arztpraxen geäußert.
„Zu klären ist, ob dies ein effektives, nachhaltiges und wirksames Instrument zur spürbaren Verbesserung der medizinischen Versorgung in unterversorgten Regionen darstellen kann“, heißt es in einer Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine „Kleine Anfrage“ des Abgeordneten Sven Hornauf (BSW), die dem Deutschen Ärzteblatt vorliegt.
Der Betrieb solcher mobilen Einheiten könne zwar Flexibilität in der Erreichbarkeit von Patienten auch in sehr ländlichen Regionen bieten. Zugleich führe es aber zu Zeitverlusten für Ärzten, da diese mit der mobilen Hausarztpraxis zum Teil weite Strecken zurücklegen müssten und damit Behandlungszeit entfiele.
Auch die Einhaltung hygienischer Anforderungen scheine fraglich. Wie es in der Antwort heißt, könnten dagegen kommunal betriebene Praxisräume als Zweigpraxen eine kontinuierliche und verlässliche Präsenz ärztlicher Versorgung schaffen.
Ihre Schaffung hänge jedoch maßgeblich von den beteiligten Akteuren ab – „insbesondere der Ärzteschaft, dem verfügbaren medizinischen Personal, den kommunalen Rahmenbedingungen sowie der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg, die für die Sicherstellung der ambulanten Versorgung verantwortlich ist“.
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