Bremens Ärzte stützen Initiative für Dolmetscher und Sozialarbeiter

Bremen – Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD in Bremen, Steffi Dehne, hat sich für mehr Sozialarbeiter und Dolmetscher in Stadtteilen mit sozialen Brennpunkten ausgesprochen. Unterstützung bekommt sie jetzt dafür von der Ärztekammer Bremen (ÄKHB) und der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen (KVHB).
Man freue sich, dass sich die Politik dazu durchgerungen habe, Ärzte „nicht mehr zu verunglimpfen, sondern sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen“, sagten ÄKHB-Präsidentin Heidrun Gitter und KVHB-Chef Jörg Hermann. Beide boten ihre Unterstützung für das Vorhaben an. „Angesichts der nahenden Bürgerschaftswahl wollen wir so schnell wie möglich darüber ins Gespräch kommen“, sagte Hermann.
„Wir sind gerne bereit, den Politikern unsere Vorschläge für eine optimale Patientenversorgung zu unterbreiten“, erklärte Gitter. Wenn sich die Politik zum Beispiel für den Abbau von Bürokratie einsetze, könne viel mehr ärztliche Arbeitszeit gewonnen werden. Diese Zeit kommt den Patienten zugute.
Die KV Bremen wies zugleich darauf hin, dass es für eine kleinräumige Bedarfsplanung im Stadtgebiet Bremen keine rechtliche Grundlage gibt. Bezirke und Stadtteile könnten aber die Bedingungen verbessern, damit sich Ärzte dort wohlfühlten und sich perspektivisch weitere Praxen ansiedelten. Strukturpolitik ist die beste Waffe gegen Ärztemangel, so Hermann.
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