Bundesärztephilharmonie spielt zugunsten von Hamburger Kinderklinik

Hamburg – Unter dem Titel „Musik für das Leben“ findet am 19. November in der Hamburger Laeiszhalle ein Benefizkonzert der Bundesärztephilharmonie statt. Der Erlös der Veranstaltung fließt an das „Kinder-UKE“, wie das Orchester heute in Hamburg mitteilte. Auf dem Spielplan stehen Werke von Antonin Dvořák, Felix Mendelssohn Bartholdy, Michail Glinka, Satoshi Yagisawa und Don Gillis.
Besondere musikalische Gäste sind Christian F. Benning an der Marimba sowie das Ensemble „Persussion No. 1“. Die Werke der 2. Konzerthälfte wurden dem Orchester zufolge in Hamburg selten oder noch nie gespielt. Die Bundesärztephilharmonie musiziert unter Leitung von Elke Burkert, Gründerin und Leiterin der Collegia Musica Chiemgau.
Fast ausschließlich Ärzte
Die Bundesärztephilharmonie wurde im August 2015 unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Bundesärztekammer, Frank-Ulrich Montgomery, gegründet. Die 70 Musikerinnen und Musiker des Orchesters sind fast alle im Hauptberuf Ärzte. Sie alle zahlen nach eigenen Angaben die anfallenden Kosten für Auftritt, Probezeiten und Unterkunft aus eigener Tasche.
Die neue Kinderklinik des UKE, die alle Disziplinen der Kindermedizin unter einem Dach vereint, ist auf dem Gelände des Universitätskrankenhauses in Eppendorf (UKE) entstanden. Sie wurde heute feierlich eröffnet. „Von der konventionellen Kinderheilkunde ist hier der Schritt zur fortschrittlichen Familienmedizin gemacht worden“, sagte der Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des UKE, Burkhard Göke. Vom 21. September an soll der Neubau bei laufendem Betrieb der bisherigen Bereiche bezogen werden.
Das Kinder-UKE umfasst mehr als 10.000 Quadratmeter Nutzfläche, 148 Betten und drei Operationssäle in unmittelbarer Nähe zur Kinderintensivstation. 69,5 Millionen Euro betrugen die Baukosten – aufgeteilt auf UKE, Stadt und private Spender. Allein 11,6 Millionen Euro gaben Unternehmer Michael Otto und die nach seinem Vater benannte Werner-Otto-Stiftung – nach beiden wurde das Kinder-UKE, „die Werner und Michael Otto Universitätskinderklinik“, auch benannt.
Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) lobte bei einem Festakt die „große, gemeinsame Kraftanstrengung“. Dass dieses Bauprojekt realisiert werden konnte, sei sehr vielen engagierten Bürgern zu verdanken. Um die Kinderklinik so gestalten zu können, dass auch das Umfeld die Heilung fördere, sei das UKE auf private Spenden angewiesen, heißt es vonseiten der Bundesärztephilharmonie.
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