CDU in Rheinland-Pfalz dringt auf Landarztquote fürs Medizinstudium

Mainz – Im Kampf gegen den Ärztemangel in Rheinland-Pfalz hält die CDU-Landtagsfraktion die Einführung einer Landarztquote für sinnvoll. „Die Möglichkeit der Landarztquote hat die Bundesregierung jetzt gerade eröffnet“, sagte der parlamentarische Geschäftsführer Martin Brandl heute in Mainz. Bis zu zehn Prozent der Medizinstudienplätze könnten für Landärzte reserviert werden. Die CDU fordere ein Stipendienprogramm mit 500 Euro monatlich für Medizinstudenten, die sich verpflichten, über zehn Jahre als Hausarzt in den Regionen tätig zu werden. Der Anteil von bis zu zehn Prozent solle ausgeschöpft werden.
CDU-Fraktionschef Christian Baldauf wies darauf hin, dass es nicht um eine „Dauersubventionierung“ gehe. Die Wirkung des Programms soll nach zwei Jahren überprüft werden, heißt es in einem Antrag, den die CDU nächste Woche in den Landtag einbringen will.
In Rheinland-Pfalz gibt es mehrere Förderprogramme, die helfen sollen, die Hausarztversorgung zu verbessern. So werden Medizinstudenten finanziell unterstützt, die sich im Praktischen Jahr für ein drittel Jahr in der Allgemeinmedizin entscheiden. Brandl kritisierte, es gebe Fördermittel für die Arztversorgung auf dem Land, sie seien aber kaum abgeflossen.
Eine Landarztquote gibt es in Niedersachsen und Bayern, in Nordrhein-Westfalen und in Sachsen-Anhalt ist sie geplant. Auch Sonderstipendien gibt es bereits in mehreren Ländern.
Diskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit: