Politik

CDU in Rheinland-Pfalz will finanzielle Unterstützung für kinderlose Paare

  • Montag, 11. November 2019
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Mainz – Ungewollt kinderlose Paare müssen nach Auffassung der CDU-Fraktion bei der Kinderwunschbehandlung von der Landesregierung Rheinland-Pfalz finanziell unterstützt werden.

Das Bundesfamilienministerium übernehme einen Teil der Kosten, aber nur wenn sich das Land auch beteilige, sagte heute der parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion, Mar­tin Brandl, bei der Vorstellung eines Antrags seiner Fraktion für den Landtag in dieser Woche. Etwa jedes zehnte Paar bleibe ungewollt kinderlos.

Die Krankenkassen übernähmen zwar einen Teil der Kinderwunschbehandlung. „Nach dem dritten Versuch geht es aber richtig ins Geld.“ Die Behandlungskosten könnten schnell in die Tausende gehen und seien mit enormen psychischen Belastungen verbun­den. Mit der Kinderwunschbehandlung stiegen die Chancen auf eine Schwangerschaft um 25 und 45 Prozent, sagte Brandl.

Anders als Rheinland-Pfalz gebe es in neun Bundesländer eine Co-Finanzierung. In Nord­rhein-Westfalen mit seinen rund 18 Millionen Einwohnern etwa seien von September bis Jahresende rund 3,7 Millionen Euro dafür ausgegeben worden. Auf die Landesregierung in Rheinland-Pfalz kämen daher schätzungsweise drei Millionen Euro im Jahr zu.

Die Landesregierung habe die Forderung nach der Unterstützung der Bundesinitiative bislang unter anderem mit dem Argument abgelehnt, ihren Bürgern Bürokratie ersparen zu wollen. „Das ist Hohn gegenüber den Paaren, die sich Kinder wünschen und über jede Form der Unterstützung dankbar sind“, kritisierte Brandl.

dpa

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