Chirurgen machen sich für ärztliche Freiberuflichkeit stark
Nürnberg – Chirurgen haben ein klares Bekenntnis der Politik zur ärztlichen Freiberuflichkeit gefordert. Im Rahmen des 19. Bundeskongresses Chirurgie kritisierten die ausrichtenden Berufsverbände, dass der für eine freiberufliche Tätigkeit erforderliche Handlungsspielraum immer weiter beschnitten werde.
„In Deutschland ist der Wert der ärztlichen Freiberuflichkeit nicht jedem Politiker bewusst“, sagte Dirk Heinrich vom Spitzenverband Fachärzte Deutschlands. „Viele verwechseln Freiberuflichkeit mit selbstständiger Tätigkeit“, so Heinrich. Anders als Gewerbetreibende erfüllten Freiberufler aber einen gesamtgesellschaftlichen Auftrag, ob nun als Angestellte oder selbstständig tätige Ärzte. Insbesondere der Gemeinsame Bundesausschuss sei mittlerweile ein Apparat, dessen Machtbefugnisse dringend hinterfragt werden müssten.
„Ob im ambulanten oder stationären Bereich – in allen Gebührenordnungen ist der Anteil des Arztlohns im internationalen Vergleich viel zu niedrig angesetzt und muss endlich angepasst werden“, forderte Christoph Schüürmann, Vorsitzender des Berufsverbandes niedergelassener Chirurgen (BNC). Er riet seinen Kollegen, ihren Anteil an der Volkswirtschaft nicht zu unterschätzen: „Niedergelassene Vertragsärzte haben 20 Milliarden Euro in ihre Praxen und damit in das Gesundheitssystem investiert.“
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