Clinician-Scientist-Programm in Gießen erhält Bundesförderung

Gießen – Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) unterstützt das Advanced Clinician Scientist Programm „JLU-Lift“ in Gießen. Für die Startphase vom Frühjahr 2026 bis Sommer 2028 stehen zunächst knapp 1,9 Millionen Euro zur Verfügung.
Insgesamt können die Justus-Liebig-Universität Gießen und das Universitätsklinikum am Standort Gießen über zehn Jahre eine Förderung von rund zwölf Millionen Euro erhalten.
Das Programm ermöglicht Klinikern, eine eigene Forschungsgruppe aufzubauen und so klinische und wissenschaftliche Karrierewege zu verbinden. Es kombiniert laut Hochschule geschützte Forschungszeiten mit strukturierter Betreuung, internationaler Begutachtung und langfristigen Entwicklungsperspektiven.
„JLU-Lift schließt eine entscheidende Lücke in der Karriereförderung zwischen Facharztausbildung und wissenschaftlicher Unabhängigkeit“, sagte der Lungenforscher Andreas Günther, Sprecher von JLU-Lift.
Inhaltlich konzentriert sich JLU-Lift auf drei strategische Forschungsschwerpunkte: Entzündungen und Infektionen, Gewebereparatur und Remodellierung sowie Entstehung und Fortschreiten von Krebs.
Advanced Clinician Scientist Programme richten sich üblicherweise sich an fortgeschrittene Fachärzte auf dem Weg zur Habilitation und Professur, während klassische Clinician Scientist Programme eher Ärzte in der Weiterbildung fördern.
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