Corona: Diagnose- und Behandlungszentren in Westfalen-Lippe abgebaut

Dortmund – Die jeweils knapp 30 Corona-Diagnose- und Behandlungszentren in Westfalen-Lippe sind wieder geschlossen und größtenteils zurückgebaut worden. Die ambulante medizinische Versorgung findet damit wieder in den regulären Praxisstrukturen statt. Darauf hat die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hingewiesen.
Durch die konzentrierte Testung und Behandlung von Verdachtsfällen und Patienten mit entsprechenden Symptomen in den Zentren hätten die anfänglich knappen Vorräte an Schutzbekleidung für Ärzte effizienter eingesetzt werden können, erklärte der zweite KVWL-Vorsitzende Volker Schrage. Gleichzeitig ließen sich auf diese Weise Infektionsketten besser unterbrechen.
Der erste KVWL-Vorsitzende, Dirk Spelmeyer, dankte den Ärzten und dem Praxispersonal für ihren Einsatz in den vergangenen Monaten. „Viele haben sich sofort freiwillig gemeldet und in den Diagnose- und Behandlungszentren mitgeholfen“, sagte er.
Andere hätten ihren Praxisbetrieb umgestellt, Patienten per Telefon oder in einer neu eingerichteten Videosprechstunde betreut. Wieder andere hätten sich um die Versorgung von Alten- und Pflegeheimen gekümmert. Nun sei es wichtig, auch andere Erkrankungen wieder verstärkt in den Fokus zu nehmen.
„Mittlerweile kehrt eine neue Normalität in unser gesellschaftliches Leben zurück und diese muss nun auch für die ambulante Versorgung gelten“, sagte Thomas Müller, Vorstandsmitglied der KVWL. Patienten sollten daher notwendige Untersuchungen nicht weiter aufschieben. „Auch Routineuntersuchungen und Präventionsangebote sind wichtig und sollten nun wieder wie gewohnt in Anspruch genommen werden“, so Müller.
Die KV betont, dass die niedergelassenen Ärzte in Westfalen-Lippe darauf vorbereitet sind und ihre Betriebsabläufe angepasst haben. Die KV habe dafür unter anderem Handlungsempfehlungen zum Risikomanagement in Arztpraxen veröffentlicht, um die Mediziner in diesem Bereich zu unterstützen.
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