Ärzteschaft

Demenzstrategie: Ärztekammer für langfristige Finanzierung

  • Donnerstag, 9. Juli 2020
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Münster – Die Maßnahmen der neuen nationalen Demenzstrategie müssen verlässlich finanziert werden. Das fordert die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL). „Punktuelle Maßnah­men, die nach einer gewissen Zeit wieder auslaufen, selbst wenn sie erfolgreich sind, bringen uns nicht weiter“, sagte ÄKWL-Präsident Johannes Albert Gehle. Es brauche eine langfristige Finanzierung der Maßnahmen, um so verlässliche Versorgungsstrukturen für die Demenzkranken zu schaffen.

Das Bundeskabinett hatte die nationale Demenzstrategie am ersten Juli beschlossen. „In einem breiten Bündnis macht sich die Bundesregierung damit auf den Weg, Deutschland demenzfreundlich zu gestalten“, erklärten die drei Bundesminister Franziska Giffey (SPD, Familie), Jens Spahn (CDU, Gesundheit) und Anja Karliczek (CDU, Forschung).

In einem breiten Bündnis mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, den Ländern und Kommunen, den Verbänden des Gesundheitswesens und der Pflege, den Sozialversich­erungs­trägern, der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft sei erarbeitet worden, wie man Deutschland demenzfreundlich machen könne. Im September solle mit den Partnern zusammen die konkrete Umsetzung starten.

Die ÄKWL wies daraufhin, dass sie bereits seit dem Jahr 2013 eine Demenzbeauf­tragte habe und 2014 gemeinsam mit der Ärztekammer Nordrhein ein „Jahr der Demenz“ durch­geführt habe. Seither fänden jährlich in beiden Kammern Fortbildungsveranstal­tungen zu diesem Themenkomplex statt.

Diese Veranstaltungen in Kooperation mit der nordrhein-westfälischen Krankenhaus­ge­sell­­schaft und dem Paritätischen NRW seien multiprofessionell ausgerichtet und richteten sich neben Krankenhaus- und niedergelassenen Ärzten auch an anderen Berufsgruppen aus Pflege, Therapie und sozialer Arbeit.

„Voneinander lernen und miteinander gestalten sind die Grundlage der bisherigen Arbeit. Seither ist die Sensibilität auch in den Krankenhäusern und Arztpraxen für die Erkran­kung und ihre Folgen noch größer“, sagte die Demenzbeauftragte der Kammer, Stefanie Oberfeld.

hil

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