Dermatologische Eigenpraxis der KV Sachsen soll Versorgung in der Oberlausitz sichern

Dresden/Ebersbach-Neugersdorf – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Sachsen hat am Klinikum Oberlausitzer Bergland in Ebersbach-Neugersdorf eine neue dermatologische Eigenpraxis eröffnet.
In der Praxis werden allgemeine dermatologische Leistungen und allergologische Diagnostik und Behandlung angeboten. Die Versorgung erfolgt in Präsenz- und in Videosprechstunden.
„Um auch in Zukunft eine wohnortnahe Versorgung aufrechtzuerhalten, müssen wir gemeinsam neue Ansätze entwickeln“, sagte die Gesundheitsministerin des Bundeslandes, Petra Köpping (SPD). Sie sei der KV Sachsen sehr dankbar für ihre Innovationskraft und ihr fortwährendes Engagement, die Versorgung im ländlichen Raum zu stärken.
Hintergrund der Praxisgründung ist eine seit Oktober 2020 bestehende Unterversorgung im Bereich der dermatologischen Betreuung im Planungsgebiet Löbau-Zittau. Es fand sich in diesem Zeitraum kein Dermatologe für die Region.
Bei der jetzt gegründeten Eigenpraxis arbeitet die KV daher eng mit dem Universitätsklinikum Dresden zusammen: Zwei Ärztinnen der Uniklinik werden im Rahmen einer Arbeitnehmerüberlassung in der Praxis tätig sein.
„Mit der neuen dermatologischen Eigenpraxis in Ebersbach-Neugersdorf schaffen wir gemeinsam mit unseren Partnern eine nachhaltige und zukunftsorientierte Lösung, um die Versorgung der Menschen in der Oberlausitz langfristig zu stärken“, sagte Stefan Windau, Vorstandsvorsitzender der KV Sachsen. Kooperative Modelle wie dieses könnten ein wichtiger Schlüssel sein, um die medizinische Versorgung der Patienten zuverlässig zu sichern.
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