Neues Demenznetzwerk in Ostsachsen

Dresden – Die Uniklinik Dresden hat gemeinsam mit den Elblandkliniken, dem Sächsischen Krankenhaus Arnsdorf und dem Medizinischen Versorgungszentrum am Uniklinikum ein „Netzwerk für Diagnostik und Therapie von Demenzerkrankungen in Ostsachsen“ (DENOS) gegründet. Es soll dazu beitragen, diagnostische Verfahren zu standardisieren und stärker aufeinander abzustimmen.
Das Netzwerk soll für mehr fachlichen Austausch zwischen Praxen und Spezialambulanzen sowie zwischen dem ländlichen und städtischen Raum sorgen und Betroffenen sowie ihren Angehörigen einen besseren Zugang zu qualifizierter Diagnostik und Therapie ermöglichen. Durch eine stärkere interdisziplinäre Zusammenarbeit sollen Demenzerkrankungen insgesamt früher erkannt und differenzierter diagnostiziert werden.
„In den vergangenen Jahren haben wir immer wieder bewiesen, dass fachübergreifende Zusammenarbeit und Austausch der Schlüssel sind, um moderne Diagnostik und Therapien in die Fläche zu bringen. Das soll auch mit DENOS gelingen“, sagte Uwe Platzbecker, Medizinischer Vorstand am Uniklinikum Dresden.
Laut dem Uniklinikum ist die steigende Zahl von Demenzerkrankungen eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen. Mit einem hohen Durchschnittsalter der Bevölkerung sei der Anteil von Menschen mit Demenz in Sachsen deutschlandweit am höchsten.
„Eine frühe und präzise Diagnose von Demenzerkrankungen ist entscheidend, um Betroffenen eine effektive Behandlung, individuelle Beratung und Unterstützung zu ermöglichen. DENOS will sich diesem Ziel durch eine enge Vernetzung der Akteure in Demenzdiagnostik und -therapie widmen“, erläuterte Elisabeth Dinter, Direktorin des Universitäts DemenzCentrums (UDC) aus der Klinik für Neurologie der Uniklinik Dresden.
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