Deutsche Dermatologische Gesellschaft stellt 3D-Scans dermatologischer Modelle für die Lehre bereit

Berlin – Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) hat ein virtuelles Internationales Moulagen-Archiv (VIMA) gegründet. Darin stellt die Fachgesellschaft 3D-Scans historischer sogenannter Wachsmoulagen bereit.
„Schon vor dem digitalen Zeitalter waren 3D-Technologien in der Dermatologie Alltag. Moulagen sind exakte Kopien von Hautbefunden in Farbe und Form. Sie können etwas, was Fotos nicht leisten: Hautbefunde haptisch erfahrbar machen“, erläutert der Gründer des Archivs, Alexander Schneller, Arzt an der Universitätshautklinik Augsburg.
Allerdings ist die Konservierung der aus Wachs, Holz, Haaren und Stoff hergestellten Modelle eine Herausforderung für die Archive. Daher kam Schneller der Gedanke, dieses Erbe mit moderner Technologie für die heutige Aus- und Weiterbildung nutzbar zu machen.
Die 3D-Scans stammen von Modellen aus historischen Sammlungen in Bologna, Paris, Erlangen, Frankfurt und Zürich. Nutzende können die Exponate gezielt nach Diagnose, Lokalisation, Entstehungsjahr oder Sammlung filtern und so zum Selbststudium oder für Lehrveranstaltungen nutzen.
„Krankheitsbilder können durch die digitalen Moulagen in einer Detailtreue erlebt werden, die Fotos oft nicht leisten können und das bequem vom Bildschirm aus“, betont Silke Hofmann, Direktorin des Zentrums für Dermatologie, Allergologie und Dermatochirurgie am Helios Universitätsklinikum Wuppertal und Beauftragte für die Öffentlichkeitsarbeit der DDG.
„Das ist eine Bereicherung für die Lehre, aber dient auch der persönlichen Weiterbildung oder Auffrischung von vorhandenem Wissen“, so Hofmann.
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