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Deutsche Stiftung Organtransplantation verzeichnet Anstieg bei Spendern

  • Dienstag, 21. April 2026
/Parradee, stock.adobe.com
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Frankfurt am Main – Mit 985 Organspenderinnen und Organspendern in Deutschland konnte im vergangenen Jahr der höchste Stand seit 2012 verzeichnet werden. Dies geht aus dem heute veröffentlichten Jahresbericht der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) hervor.

Dieser Fortschritt zeige, dass die gemeinsamen Anstrengungen Wirkung entfalten, begrüßten Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der DSO, und Thomas Biet, Kaufmännischer Vorstand der DSO, die Entwicklung. Allerdings stehe man in Deutschland weiterhin einem deutlichen Mangel an Spenderorganen gegenüber.

Insgesamt wurden laut dem Bericht in 2025 3.020 Organe postmortal gespendet – im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 5,8 Prozent und der höchste Stand seit 2018. Im Detail aufgeschlüsselt wurden 1.495 Nieren, 823 Lebern, 308 Lungen, 315 Herzen, 76 Bauchspeicheldrüsen sowie 3 Därme gespendet.

Nach postmortaler Organspende (bundesweit und im Ausland entnommen) transplantiert wurden 3.256 Organe. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 standen laut den Zahlen 8.202 Patientinnen und Patienten auf der Warteliste.

Innerhalb des Eurotransplant-Verbundes – einer gemeinnützigen Stiftung, die für die Vermittlung aller Spenderorgane, die in Belgien, Deutschland, Kroatien, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, Slowenien und Ungarn entnommen werden, zuständig ist – trug Deutschland 320 Organe als Export bei. Mit 553 importierten Organen profitierte Deutschland also von dem Netzwerk.

Der gut 100 Seiten umfassende Bericht liefert auch Kennzahlen für einzelne Bundesländer, DSO-Regionen sowie Krankenhauskategorien. Der Jahresbericht enthält zudem erstmals Auswertungen nach Altersgruppen. Da das mediane Alter der organspendebezogenen Kontakte demografiebedingt kontinuierlich ansteigt, nimmt laut der Stiftung auch das mediane Alter der Organspender zu. Der Altersmedian der Organspender lag im Jahr 2025 bei 59 Jahren.

Wie die DSO in ihrem Bericht betont, sinken zwar mit zunehmendem Alter des Organspenders die durchschnittliche Anzahl der gespendeten Organe und die Organqualität – da aber die Organe älterer Spender meist auch an ältere Empfänger vermittelt werden, sei dieser Nachteil in Anbetracht der statistisch kürzeren Lebenserwartung von älteren Patienten zu relativieren. Der älteste Spender im Jahr 2025 war ein 91-jähriger Leberspender.

aha

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