Vermischtes

Deutsches Rotes Kreuz beklagt zunehmende Gefahr für humanitäre Helfer

  • Mittwoch, 16. August 2017
/dpa
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Berlin – Die Arbeit von humanitären Helfern ist in den vergangenen Jahren weltweit deutlich schwieriger und gefährlicher geworden. Darauf hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) im Vorfeld des Welttages der humanitären Hilfe (World Humanitarian Day) am 19. August hingewiesen. Auch seien die Opferzahlen unter den Helfern sowie die Brutalität der Angriffe deutlich gestiegen.

„Die Komplexität von Krisen und bewaffneten Konflikten hat sich erhöht. Früher waren es zumeist zwei Parteien, die sich bekämpften. Heute sehen wir eine viel stärkere Zersplitterung“, verdeutlichte DRK-Präsident Rudolf Seiters. Dies werde in Ländern wie Syrien oder Libyen besonders deutlich.

Dementsprechend schwierig sei es für humanitäre Helfer Ansprechpartner zu identifizieren, mit denen sich ein sicherer Zugang zu bestimmten Gebieten oder Bevölkerungsgruppen aushandeln lässt. „Das kann auch zu einer erhöhten Gefährdung für humanitäre Helfer führen. Teilweise sehr unübersichtliche Befehlsstrukturen erhöhen die Unsicherheit“, so Seiters.

Gleichzeitig werde das humanitäre Völkerrecht zunehmend missachtet. Seiters forderte alle Konfliktparteien auf, Helfern sicheren und ungehinderten Zugang zur notleidenden Bevölkerung zu gewähren sowie das Rote Kreuz und den Roten Halbmond als Schutzzeichen zu akzeptieren.

Allein in Syrien sind laut DRK seit Ausbruch der Krise im Jahr 2011 64 Helfer der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ums Leben gekommen. In diesem Jahr wurden bereits weltweit 34 Helfer bei der Ausübung ihrer humanitären Arbeit getötet, davon neun bei einem bewaffneten Überfall in der Zentralafrikanischen Republik vor rund einer Woche.

hil/sb

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