Politik

Digitalisierung in Gesundheitsämtern schreitet weiter voran

  • Donnerstag, 6. August 2026
/picture alliance, Britta Pedersen
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Berlin – Gesundheitsämter in Deutschland machen bei der Digitalisierung weiter Fortschritte. Zu diesem Urteil kommt ein Bericht einer Autorengruppe verschiedener Institutionen, der kürzlich veröffentlicht wurde.

Es handelt sich um Ergebnisse der fünften Erhebungswelle zur Erfassung der digitalen Reife der deutschen Gesundheitsämter. Demnach setzt sich der Trend der Vorjahre fort: die Zahl der Gesundheitsämter mit niedrigen Reifegraden nehme weiter ab, während die Zahl der Ämter mit hohen Reifegraden zunehme.

Die Forschenden fragten den Stand der Digitalisierung in verschiedenen Dimensionen ab: Es ging beispielsweise um Fragen wie das Vorliegen einer Digitalisierungsstrategie, die Prozessdigitalisierung, die IT-Bereitstellung und -Sicherheit.

Erstmals werde deutlich, „dass in sämtlichen Dimensionen Gesundheitsämter die höchste Reifegradstufe 4 erreichen konnten“, heißt es in der Auswertung. Damit sei der höchste Digitalisierungsgrad erstmals über alle betrachteten Dimensionen hinweg vertreten.

Dies verdeutliche, dass die bisherigen Maßnahmen zum Fördern der Digitalisierung nachhaltige Wirkung entfalteten und einen flächendeckenden Digitalisierungsprozess angestoßen hätten. Der Bericht berücksichtigt die Entwicklung bis zum Stichtag 31. Dezember 2025. Teilgenommen haben 376 Gesundheitsämter sowie zusätzliche weitere Institutionen.

In ihrem Fazit schreiben die Autorinnen und Autoren, „dass die Gesundheitsämter weiterhin sichtbare Fortschritte in ihrer digitalen Reife erzielen“. Sie werten die Entwicklung als bemerkenswert: Es wäre demnach auch denkbar gewesen, dass sich der Fortschritt nach Abschluss von Projekten wieder verlangsamt oder ein Plateau erreicht wird.

Besonders deutliche und konstante Verbesserungen werden in dem Bericht in den Dimensionen Digitalisierungsstrategie und IT-Bereitstellung verzeichnet. Der Blick auf die Bundesländer zeige weiterhin Unterschiede, die unter anderem durch unterschiedliche Schwerpunktsetzung erklärbar seien, so das Team der Projektgruppe Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer FIT, der TU Dresden und der FU Berlin.

Das Stärken der Digitalisierung in den Gesundheitsämtern war eines der Ziele des 2020 gestarteten Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD). Die Coronapandemie hatte hier einen großen Nachholbedarf verdeutlicht.

Das Reifegradmodell wurde im Zuge des Paktes entwickelt und wird nun als Monitoringinstrument eingesetzt. Dem Bericht zufolge sind Ämter, die Fördermittel beantragt haben, dazu verpflichtet, es begleitend zu nutzen.

Der Pakt für den ÖGD läuft zum Ende dieses Jahres aus. Vielfach sind Lösungen gefordert worden, um die etwa auch beim Personal verzeichneten Erfolge zu verstetigen.

ggr

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