Vermischtes

Ein Drittel der Beschäftigten kann nicht von der Arbeit abschalten

  • Mittwoch, 21. Januar 2026
Stress Burnout
/ Halfpoint, stock.adobe.com

Hamburg – Ein Drittel der Beschäftigten kann nicht von der Arbeit abschalten. 42 Prozent fühlen sich oft abgearbeitet und verbraucht, wie eine Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt, die im Stressreport veröffentlicht worden ist.

Rund ein Viertel schafft es demnach auch im Urlaub nicht, richtig abzuschalten. Bei 29 Prozent leidet das Sozialleben – Familie und Freunde kommen zu kurz. Allgemein sei Arbeit etwas Positives, erklärte der TK-Vorstandsvorsitzende Jens Baas.

„Wenn jedoch selbst Wochenenden oder Urlaube nicht ausreichen, um neue Energie zu schöpfen, ist das ein Warnsignal“, fügte er hinzu. Dauerhafte Erschöpfung könne zu Burnout und anderen psychischen Erkrankungen führen. Zu den Hauptstressfaktoren zählen für die Befragten zu viel Arbeit, Termindruck, Unterbrechungen, Informationsflut und regelmäßige Überstunden.

„Die aktuelle Debatte um die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung setzt den falschen Schwerpunkt und lenkt vom eigentlichen Problem ab“, kritisierte Baas. Kurzzeiterkrankungen machten einen wesentlich geringeren Anteil an den Gesamtfehltagen aus als Langzeiterkrankungen.

Der Blick solle daher viel mehr auf die Langzeiterkrankten gerichtet werden. Auch Arbeitgeber hätten einen großen Einfluss auf die Gesundheit der Mitarbeitenden. „Die Arbeitsbedingungen haben großen Einfluss auf den Krankenstand eines Unternehmens“, erklärte Baas. Für den Stressreport wurden 1.407 Menschen ab 18 Jahren telefonisch befragt. Davon waren 753 Voll- oder Teilzeitbeschäftigte.

afp

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