Entwicklungsministerin besorgt über Ebola-Epidemie im Kongo

Bonn – Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) hat sich besorgt über die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik (DR) Kongo gezeigt. Es handle sich um den größten Ausbruch, den es in dem Land jemals gegeben habe, sagte die SPD-Politikerin. Die Bundesregierung habe deswegen ihre Hilfe auf 21 Millionen Euro aufgestockt.
Dabei zahle sich aus, dass Deutschland mit dem Kongo, aber auch mit anderen Ländern der Region, langfristige Partnerschaften im Gesundheitswesen unterhalte, fügte Alabali Radovan hinzu. Sie warnte vor weiteren Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit.
„Gerade der Ebola-Ausbruch zeigt, was auf dem Spiel steht, wenn wir uns zurückziehen würden. Es geht darum, Krankheiten wirksam zu bekämpfen, die weltweit nicht an Landesgrenzen Halt machen.“
Kurz vor den Haushaltsberatungen im Bundestag erneuerte die Ministerin ihren Appell für eine starke Entwicklungszusammenarbeit und eine starke internationale Zusammenarbeit. „Die Herausforderungen werden nicht kleiner“, betonte sie.
„Deswegen brauchen wir einen soliden Haushalt, aber auch neue Wege der Entwicklungsfinanzierung, etwa über eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft.“
Übermorgen berät der Bundestag über den Haushalt des Entwicklungsministeriums (BMZ) für 2027. Dem Entwurf zufolge stehen dafür im kommenden Jahr nur noch 9,47 Milliarden Euro zur Verfügung; 2026 waren es 10,05 Milliarden Euro.
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