Ausland

Erdbeben in Venezuela: Bundeswehr steht für Hilfsleistungen bereit

  • Donnerstag, 25. Juni 2026
/picture alliance, Xinhua News Agency, Marcos Salgado
/picture alliance, Xinhua News Agency, Marcos Salgado

Berlin – Nach den schweren Erdbeben in Venezuela hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) Hilfe der Bundeswehr für die Katastrophengebiete angeboten.

„Die Bundeswehr steht bereit und kann kurzfristig bis zu sechs Transportflugzeuge A400M zur Verfügung stellen, sobald Unterstützung von uns angefordert wird“, erklärte Pistorius heute in Berlin. Die Flugzeuge könnten Personal und Material des Technischen Hilfswerks (THW) nach Venezuela bringen, aber auch Transportflüge innerhalb Venezuelas ermöglichen.

Venezuela war gestern Abend innerhalb einer Minute von zwei schweren Erdbeben erschüttert worden. Nach Regierungsangaben kamen mindestens 32 Menschen ums Leben, mehr als 700 weitere wurden verletzt.

Zahlreiche Gebäude stürzten ein oder wurden schwer beschädigt. Pistorius verwies auf Schätzungen, wonach die Zahl der Todesopfer weitaus höher sein dürfte. Er sprach von „vielen Tausenden Toten in Venezuela“ und zeigte sich erschüttert über die Lage dort.

Die Bundeswehrmaschinen würden laut Verteidigungsministerium durch das Lufttransportgeschwader 62 im niedersächsischen Wunstorf bereitgestellt, Diese Einheit verfüge über große Erfahrung bei Hilfseinsätzen. Die Flugzeuge können auch für den medizinischen Krankentransport ausgerüstet werden.

„Ich danke allen Soldatinnen und Soldaten, die sich jetzt bereits auf diesen Einsatz vorbereiten“, sagte dazu Pistorius. Er betonte, auf die Bundeswehr sei in Notsituationen Verlass.

Unicef Deutschland kündigte zudem an, 250.000 Euro als Nothilfe für von den Erdbeben betroffene Kinder zur Verfügung zu stellen. „Unsere Gedanken sind bei den betroffenen Kindern und ihren Familien“, erklärte Unicef-Geschäftsführer Christian Schneider. „Sie brauchen jetzt dringend Schutz und psychosoziale Hilfe.“

Mit dem Geld sollten zunächst die wichtigsten Hilfsgüter wie Trinkwasser, Hygieneartikel und Medikamente, aber auch Angebote zur psychosozialen Hilfe finanziert werden. Internationale Unicef-Teams seien vor Ort, um Bedarfe zu erfassen.

afp

Diskutieren Sie mit:

Deutsches Ärzteblatt bei Google bevorzugen

Wenn Sie Deutsches Ärzteblatt als bevorzugte Quelle festlegen, können Inhalte von uns in Ihren Google-Ergebnissen sichtbarer erscheinen.

Jetzt bei Google bevorzugen

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung