Förderung für Suche nach neuen Diagnoseverfahren für Kollagenosen

Hannover – Kollagenosen wie systemische Sklerose oder Lupus erythematodes zählen zu den seltenen rheumatischen Erkrankungen. Eine Arbeitsgruppe des TWINCORE Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung (HZI) und der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) will Ursachen erforschen und Diagnoseverfahren entwickeln.
Das Förderprogramm Zukunft.Niedersachsen unterstützt das Projekt namens PREDICT-CTD unter der Leitung von Theresa Graalmann und Yannic Bartsch mit rund 2,7 Millionen Euro.
„Obwohl die Symptome der verschiedenen Kollagenosen sehr unterschiedlich sein können, lassen sich die Patientinnen und Patienten anhand der Immunreaktionen generell in zwei Gruppen einteilen“, sagte Graalmann. Entweder verursachten körpereigene Antikörper die Entzündungsreaktion oder sie werde durch eine Überaktivität bestimmter Botenstoffe im Immunsystem verursacht.
Die optimale Therapie hänge von der Ursache der Krankheit ab. „Zuverlässige diagnostische Tools, um beide Gruppen präzise voneinander zu unterscheiden, existieren bisher jedoch nicht“, so die Wissenschaftlerin. Hier will das Konsortium PREDICT-CTD ansetzen. Mithilfe von Multi-Omics-Technologien wie Gendiagnostik und immunologischer Phänotypisierung wollen die Forscher der Ursachen der Kollagenose auf den Grund gehen.
„Die gewonnenen Erkenntnisse werden uns helfen, präzisere Diagnoseverfahren zu entwickeln“, so Bartsch. Dies soll eine personalisierte und zielgerichtete Behandlung der Patienten ermöglichen und die Versorgung der Erkrankungen verbessern.
Zukunft.Niedersachsen“ ist ein gemeinsames Wissenschaftsförderprogramm des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung.
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